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Giftige Stoffe im Fairtrade Fußball gefunden

Dieser Fußball sollte nach unserer Meinung nicht im Innenraum, insbesondere im Kinderzimmer, gelagert werden! So erschreckend sind die Schadstoffbelastungen eines Werbegeschenks.

Schon beim Geruch von Kinderspielsachen sollten Sie wachsam werden. Wenn Spielsachen aus Kunststoff nach Lösemittel oder Kleber riechen, sollten Sie die Finger davon lassen. Das folgende Beispiel zeigt einmal mehr die Gefahren auf, die dabei entstehen können. Vor allem wenn Qualitätsstandards missachtet werden und ferne Billiglohnländer an allen Rohstoffen sparen, kann es wie in diesem Fall zu starken Gerüchen und zu einem Gesundheitsrisiko kommen.

Folgende Werte wurden im Auftrag von Das Umweltzentrum e.V. gefunden:

Tabelle 3 zeigt nur einen Auszug der Einzelwerte. Besonders auffällig ist, dass viele Stoffe mit gesundheitsschädlicher Wirkung auf die Haut und die Atemwege dabei sind.

Die Untersuchung ist eine Stichprobe und bezieht sich nur auf die untersuchte Probe, jedoch ist durch die hohen Schadstoffgehalte von einer Lagerung im Innenraum abzuraten. Ob eine Hautreaktion auftreten kann ist unsicher.

Vom Hersteller haben wir ein Prüfergebnis einer Stichprobe zugesendet bekommen. Hierbei wurden Blei, Cadmium, PAK, Weichmacher, Kurzkettige Chlorparaffine, chlorierte Phenole gemessen. Die dabei vorgegeben Werte wurden eingehalten - ohne die Richtwerte zu beurteilen.

Aus unserer Sicht sind die Vorgaben nicht ausreichend, denn Sie decken die im Auftrag von Das Umweltzentrum e.V. gemessenen Stoffe nicht ab und beziehen sich nicht auf die Emissionen in einem definierten Raum unter Normalbedingungen (Temperatur, Feuchtigkeit), d.h. eine Prüfkammer-Messung wäre nötig, um die tatsächlichen Emissionen abzusichern. Bis dahin raten wir aus Vorsicht von diesem Produkt ab.

Zudem sollte beachtet werden, dass die Menschen, die das Produkt herstellen mit den gemessenen Schadstoffen in deutlich höheren Konzentrationen und längerer Dauer konfrontiert werden.

Für die Besorgung der Weihnachtsgeschenke raten wir Ihnen auf Qualität, natürliche Materialien und regionale Herstellung zu achten – Qualität statt Quantität.

Autor: Dipl.-Ing. Waldemar Bothe (Vorstandsmitglied der DGUHT e.V.)
Co-Autor: Karl-Heinz Weinisch (Vizepräsident der DGUHT e.V.)
Co-Autor: Rudolf Schnur (Bundesvorstand von Das Umweltzentrum e.V.)

Herausgeber: Das Umweltzentrum e.V. in Kooperation mit der DGUHT e.V.

 


Die Interessen-Gemeinschaft der Holzschutzmittel-Geschädigten wurde im Mai 1983 als Notgemeinschaft gegründet.

Die Mitglieder haben sich zur Aufgabe gemacht, Informationen über die Problematik der chronischen und akuten Gesundheitsschädigungen durch Holzschutzmittel-Inhaltsstoffe, Lösemittel und Formaldehyd zu sammeln und auszuwerten, den Betroffenen Hilfe zur Selbsthilfe und Hinweise zur Erkennung und zum Nachweis der Ursachen zukommen zu lassen, sowie sie bei Fragen in medizinischer, toxikologischer, rechtlicher und steuerlicher Art und bei Sanierungsmaßnahmen zu beraten.

Der IHG e.V. liegen Fallschilderungen und Krankenberichte aus mehr als 60.000 Anfragen von Ratsuchenden und Betroffenen vor, die bereits während der Verarbeitung von Holzschutzmitteln akute Gesundheitsschädigungen erlitten, oder die durch jahrelange Ausgasungen von Holzschutzmittel-Inhaltsstoffen chronische Intoxikationen davongetragen haben. In der Regel handelt es sich um Familien, die bei der IHG Rat suchen. Berücksichtigt man, dass aber nur einer aus der Familie die Anfrage an die IHG gerichtet hat, so ergeben sich bei durchschnittlich 4 Familienmitgliedern eine Anzahl von mehr als 240.000 Betroffenen.

Aufgrund der von den Holzschutzmittel-Herstellern mit aufwendigen Werbekampagnen suggerierten "Notwendigkeit", das Holz im Innenbereich vor Pilz-, Schimmel- und Insektenbefall zu schützen, wurden Holzschutzmittel nicht nur in privaten Häusern und Wohnungen angewendet, sondern auch in öffentlichen Einrichtungen wie Kindergärten, Altenheimen, Gemeinschaftszentren, Ämtern, Behörden usw. Das heißt, dass es weit mehr Holzschutzmittel-Geschädigte gibt, als der IHG e.V. bekannt sind und dass es sich eher um einige Millionen Geschädigte handeln dürfte, als um einige Tausend. Aufgrund der verwendeten Tonnagen von Holzschutzmitteln dürfte in den 70er und Anfang der 80er Jahre jedes zweite Einfamilienhaus in Deutschland mit PCP- und Lindanhaltigen Holzschutzmitteln behandelt sein. Auch über die Nachfolgeprodukte, die noch heute in großem Maße Verwendung finden, wie zum Beispiel der Wirkstoff Xyligen AL, ist aufgrund fehlender gesetzlicher Regelungen sehr wenig bekannt.

Aufgrund der in 7 Jahren zusammengetragenen Erkenntnisse hat die IHG e.V. Informationen erstellt, in denen umfassend alle analytischen, toxikologischen, medizinischen, finanziellen, rechtlichen, steuerlichen und sonstigen Fragen, die für Holzschutzmittel-Anwender von großer Bedeutung sind, beantwortet werden.

Zur Durchsetzung der berechtigten Ansprüche von Holzschutzmittel-Geschädigten macht die IHG e.V. Gesundheitsbehörden, Mediziner, Juristen, politische Par­teien und Hersteller auf die weitreichende Problematik dieser Mittel aufmerksam. Dadurch konnte erreicht werden, dass umfassende Untersuchungen durchgeführt und medizinisch-diagnostische Verfahren entwickelt wurden; dass sich die Erkenntnis durchgesetzt hat, dass diese Mittel im Innenbereich jahrzehntelang ausgasen und zu Erkrankungen der Bewohner führen; dass die Bundesregierung ein generelles Anwendungs- und Herstellungsverbot zunächst für einen Wirkstoff - PCP - ausgesprochen hat; dass Staatsanwaltschaft und Bundeskriminalamt gegen Holzschutzmittel-Hersteller wegen fahrlässiger Körperverletzung und anderer Delikte ermitteln.

Gerade vor dem Hintergrund, dass die Isolierung von Häusern und Wohnungen einen immer größeren Stellenwert erlangt, müssen wir leider auch feststellen, dass die chemischen Stoffe nicht nur bei den Holzschutzmitteln von Bedeutung sind, sondern dieses Problem zunehmend auch auf die gesamten Baustoffe und Additive übertragbar ist.


 

Von Menschen und Ratten

von Erich Schöndorf

Spannend und mit fundiertem Insider-Wissen schildert der Autor die Stationen des bekannten Holzschutzmittel-Prozesses und plädiert zugleich für die Rückgewinnung justitieller Macht gegenüber wirtschaftlichen Interessen.

Preis: 12,70 EUR    bzw.   16,00 Euro inkl. Versand


 

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